BroadChain BroadChain erfuhr, dass am 23. April um 14:16 Uhr nach Angaben von Bitcoinist Tron-Gründer Justin Sun am 22. April beim Bundesgericht in Kalifornien eine Klage gegen das von der Trump-Familie unterstützte Kryptoprojekt World Liberty Financial (WLFI) eingereicht hat. Als größter privater Investor des Projekts wirft Sun dem Team vor, seine Token ohne rechtfertigenden Grund eingefroren und mit deren Vernichtung gedroht zu haben. Nach erfolglosen privaten Lösungsversuchen sah er sich gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten.
Die öffentliche Konfrontation zwischen beiden Parteien dauert bereits mehrere Tage an. Anfang dieses Monats, als Sun erstmals rechtliche Schritte androhte, reagierte das WLFI-Team auf der Plattform X mit der Aussage, seine Vorwürfe seien unbegründet, und behauptete, Verträge und Beweise in der Hand zu haben, mit den Worten "Wir sehen uns vor Gericht". Sun betonte hingegen, dass die Klage sich nur auf die Betriebsweise des Projektteams beziehe und nichts mit Präsident Trump oder dessen fördernder kryptofreundlicher Politik zu tun habe, und versuchte so, den Geschäftsstreit von politischen Positionen zu trennen.
Hinter dem Streit steht ein tiefergehender Governance-Streit. Berichten zufolge hatte Sun bereits zuvor die Transparenz der WLFI-Governance-Abstimmungen in Frage gestellt und darauf hingewiesen, dass bei einem kürzlichen Vorschlag zu Token-Staking und Lock-up-Klauseln über 76 % der Stimmrechte auf 10 Wallets konzentriert waren, was die Legitimität des Abstimmungsergebnisses beeinträchtige. Er kritisierte die betreffenden Lock-up-Klauseln als zu streng.
Dieser Fall stellt Sun in den Mittelpunkt einer der politisch sichtbarsten Projektstreitigkeiten im Kryptobereich. Obwohl es vor Gericht geht, versucht er weiterhin, die Beziehungen zum politischen Lager von Trump aufrechtzuerhalten, und erklärte, die Klage habe nichts mit dem Präsidenten selbst zu tun, sondern damit, dass das Verhalten einiger Teammitglieder den Werten Trumps widerspreche. Wie sich dieser Rechtsstreit auf seine politischen und geschäftlichen Pläne auswirken wird, bleibt abzuwarten.
